"Stempeln an der Kaue" ?

Was ist passiert ..... in 2012 bereits fällte das Bundesarbeitsgericht eine Urteil das besagt wenn der Arbeitgeber das Tragen einer bestimmten Kleidung vorschreibt und das Umkleiden im Betrieb erfolgen muss sind Umkleidezeiten und Wegezeiten vergütungspflichte Arbeitszeiten.

 

Im Nachgang wurde dann in 2013 mit den Arbeitgebern seitens der Gewerkschaft  verhandelt und der Manteltarifvertrag im § 6 geändert.

 

Dieser hat nunmehr folgenden Inhalt

"... ist bei der Arbeit das Tragen einer bestimmten Berufskleidung und deshalb dass Umkleiden im Betrieb durch den Arbeitgeber angeordnet, wird durch eine Betriebsvereinbarung unter Berücksichtigung der jeweiligen betrieblichen Üblichkeit geregelt, ob und gegebenenfalls wie ein Ausgleich für die hierfür erforderliche Zeit erfolgt."

 

Das heißt im Klartext, dass die Betriebsräte jeder Firma den Spielraum haben, mit dem Arbeitgeber individuell über die Umkleide- und Wegezeiten zu verhandeln um ggf. eine Betriebsvereinbarung zu diesem Thema abzuschliesen.

 

Wir als "BR-vor-Ort" haben noch keine Information über die Aufnahme oder Stand der Verhandlung zu diesem Thema !

 

Wie könnte man die neue Regelung umsetzen ?

Mit Geldleistungen ?!  mit Zeitgutschriften ?! oder Stempeln an der Umkleide ?!

 

Wir als "BR-vor-Ort" plädieren dafür, hier die Meinung der  Betroffenen einzuholen und Seitens des Betriebsrates eine Abfrage zu starten - nur so ist es gewährleistet, dass eure Meinung auch in die Entscheidung einfließt.

 

Mal schauen wie es weiter geht ...

"Wir sind Currenta und kein Spielball zwischen Bayer und Lanxess !"

  

Weiter am Ball euer "BR-vor-Ort" !