"Work-Life-Balance" ohne "Life" ist einfach ....

.. oder "was macht ihr mit den Schichtlern?"

 

"Ich bin sehr erstaunt und ausgesprochen sauer über die Umgehensweise mit Schichten und Schichtsystemen." merkt Stefan Wiechert an, als er das ein oder andere "BR-vor-Ort-Gespräch" mit Schicht-Vertrauensleuten hatte.

 

Die Problematik ist "im wahrsten Sinne des Wortes" ... vielschichtig und hat einen gegenseitigen "Dominoeffekt"

  • die Schichtstärken erweisen sich als Makulatur
  • den Schichten bürdet man zusätzlich weitere Aufgaben auf
  • die Schichtarbeiter haben immer weniger Flexibilität (Planung von AGS)
  • die Schichten werden immer älter (mit den Auswirkungen auf die Gesundheitsquote)
  • der Kostendruck wird immer größer (Effizienz, Effizienz, Effizienz, ...)
  • die Stimmung geht in den Keller
  • Freiwochen werden zu Arbeitszeiten (AGS, Vertretung, Krankheit, Planungsfehler, etc.)
  • die Fürsorge geht den "Bach runter" (Herzinfarkt = Regelfall ?)
  • Alleinarbeit auf Nachtschicht (Gefährdung ?)
  • Kein wohnortnaher Arbeitsplatz
  • Willkürliche (nicht Notwendige) Entscheidungen von Vorgesetzten (Streichung von Vergünstigungen, Ignorieren von Mitarbeitervorschlägen, etc.)
  • ...

 

und trotzdem läuft alles ?!

 

Die Mitarbeiter sind hochmotiviert und ängstlich - Berufsethos und Verantwortung vs. angedrohtem Arbeitsplatzverlust und falsch verstandener Solidarität.

 

"... und das alles nach einem Workshop zu "Work-Life-Balance" ... ich kann kaum glauben, dass derart mit Mitarbeiter(inne)n umgegangen wird."

 

Es müssen hier Gespräche erfolgen, um die Sachlagen zu verstehen und Auswege zu finden, bevor der nächste Punkt auf der Liste angeführt wird. Die konsequente Angleichung (Erhöhung) der Schichtstärken, könnte hier schnell Entlastung schaffen - bereinigt aber die Probleme nicht.

 

"BR-vor-Ort" hat den Faden aufgenommen !